Erfahrung und Ausblick
Die erste Erdwärme-Heizung gab es in den USA. Robert C. Webber aus Indianapolis (USA) heizte im Winter 1945/46 sein Haus als Erster mit der Hilfe einer Wärmepumpe auf mollige 23 °C. Dessen Arbeitgeber, die Indianapolis Power & Light Company hatte damals ihrem Mitarbeiter diese Erdwärmeheizung installiert. Es ging dabei darum Erfahrungen mit dieser neuen Technik zu sammeln. Die Deutschen mussten auf die Erdwärme Technik noch gute 20 Jahre warten.
In Deutschland wurde im Jahr 1969 die erste Erdwärmeheizung installiert. Erfahrung mit dem Thema Energie aus Erdwärme gibt es also schon seit vier Jahrzehnten.
Jedoch wurde der Einbau und die Nutzung von Regenerativen Energiequellen damals noch nicht gefördert und war auch wesentlich teuerer, als die Installation von konventionellen Gas- und Öl-Heizungsanlagen. Was die Regenerativen Energien anbelangt, so war lange Zeit nur die Wasserkraft die einzig bedeutsame Quelle. Dies änderte sich aber in den 1990er Jahren, als die ersten Windkraftanlagen gebaut wurden und durch staatliche Förderprogramme ein dynamisches Wachstum seither erfahren. Nach und nach kamen auch Förderprogramme für Erdwärme und Solarenergie dazu.
Erdwärme in Deutschland auf dem Vormarsch
Ende 2007 waren es gerade einmal 200.000 Haushalte, die Erdwärme nutzen. Allerdings war in den Jahren 2006 und 2007 ein starker Anstieg zu verzeichnen in diesem Bereich, denn die Hälfte dieser Anlagen in diesem Zeitraum vorgenommen. Durch das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, das im Jahr 2000 in Kraft trat und im Jahr 2004 und 2008 ein Novellierung erfuhr, ist sicher gestellt, dass es auch in Zukunft Fördermaßnahmen durch Bund, Länder und Gemeinden geben wird. Dabei hat das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien zum Ziel den Anteil Erneuerbarer Energien bis 2020 auf einen Anteil von mindestens 30 % zu erhöhen. Aus diesem Grund werden auch zukünftige Bauherrn die Möglichkeit haben in den Genuss von Fördermaßnahmen zu kommen, die ihnen ermöglichen die Regenerative Energiequelle Erdwärme nutzen zu können und dieses Vorhaben nicht am mangelnden Geld scheitert.