Bohrung
Bevor eine Bohrung zwecks der Einbringung von Erdwärmesonden in Gang gesetzt werden darf um die Erdwärmesonden einzubringen ins Erdreich, muss durch den Bauherrn bei der jeweiligen lokalen Behörde ein Bohrantrag gestellt werden. Darüber hinaus muss vor einer Bohrung auch eine wasserrechtliche und geologische Genehmigung eingeholt werden. Rechtlich gesehen steht dann einer Bohrung, bzw. der Installation von einer Erdwärmepumpe nichts mehr im Weg.
Um die Erdwärme nutzen zu können, muss immer eine Erdbohrung vorgenommen werden. Diese Bohrung ist Grundvorrausetzung dafür, dass die Erdwärmesonden in den Boden eingebracht werden kann. Diese Bohrung für die Erdwärmesonden erfolgt in zwei verschiedenen Verfahren, und zwar das sogenannte Imlochhammer- Bohrverfahren, das durch eine Luftspülung im Festgestein stattfindet, andererseits das Direktspülverfahren. Hierbei erfolgt eine Benonitspülung. Hierbei findet eine Sedimation statt.
Bohrungen in Tiefen von 60m bis 3000m
In beiden Fällen beträgt der Durchmesser von einem Erdwärmebohrloches 152 mm. Vor dem Zusammenbrechen müssen diese – weil es sich bei den oberen Gesteinsschichten um Lockergestein handelt – mit einer Hilfsverrohrung gestützt, bzw. geschützt werden. Die Anzahl der Bohrungen und ihre Tiefe ist abhängig vom Energiebedarf, der damit erreicht werden soll, aber auch von den geologischen Bedingungen, die vom jeweiligen Standort der Bohrungen abhängig sind. Gebohrt wird meist in eine Tiefe von bis zu 100 m. Ansonsten wird bis in Tiefen von 60 bis 80 m gebohrt. Bei tiefen Erdwärmesonden wird die Bohrung bis auf 2000 bis 3000 m in die Tiefe durchgeführt.
Gesetzliche Auflagen bei der Bohrung beachten
Es gibt in Deutschland aber auch Regionen, in denen es eine Auflage der Wasserbehörde gibt, die eine Bohrung in nur einer geringeren Tiefe nur zulässt. Dabei hat die Niederbringung der Erdwärme-Bohrung die Folge, dass sich durch die Veränderung der Beschaffenheiten verschiedene Stockwerke des Grundwassers zusammenmischen und somit den übergreifenden Grundwasseraustausch ermöglichen. Sind die äußeren Gegebenheiten ideal, so entstehen quantitative und qualitative Veränderungen der bestehenden Grundwasserhorizonte. Nach der Bohrung garantiert ein spezielles Verpressverfahren aber letztlich die sorgfältige und saubere Trennung der Grundwasserschichten und auch dass die Erdwärmesonden hinterfüllt werden.